Mikroskopische Bilder zur Anatomie von Fuchsien

Der Sproß

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Veröffentlicht VII.2001 © Bernd Franzen für www.DDFGG.de und www.fuchsia-home.de - Bitte geben Sie bei Zitaten die komplette URL an: http://www.fuchsia-home.de/artikel/anatomie.html - Die Verwendung des Textes unter Quellenangabe ist frei, wenn die Internetredaktion der DDFGG über die Verwendung informiert wird.
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Querschnitt durch einen Stängel Übersicht über einen Querschnitt eines jungen Sprosses
Man kann erahnen, daß sich der Stängel in Kreisen aufbaut. Im Bild kann man die vielen Zellen erkenen, aus denen sich der Spross aufbaut. Die Abkürzungen bedeuten folgendes:

Epd: Die Epidermis ist eine einschichtige Zelllage, die Außenhaut, die den Abschluss nach außen macht.

Hpd: An die Außenhaut schließt sich eine Zellage an, die von den Planzenanatomen als Hypoderm bezeichnet wird. Diese Zelllage ist in den Detailabbildungen noch deutlicher zu erkennen.
RdPar: Hinter dieser Abkürzung steckt das Wort Rindenparenchym. In der Botanik werden aus lebenden Zellen bestehende sogenannte Grundgewebe als Parenchyme bezeichnet. Bei krautigen Pflanzen nehmen sie den Hauptanteil des Pflanzenkörper ein. Hier haben wir es mit dem Grundgewebe der Rinde zu tun, in dem man große Zellzwischenräume erkennen kann, die Interzellularen.
Phlm: Nach innen schließt sich der Siebzellenanteil an, das Phloem. Hier findet der aktive Stoffaustausch der Pflanze statt und die Assimilate der Pflanze werden hier transportiert.
Kbm: Das Kambium ist eine schmale Zone von relativ kleinen Zellen, die im Bild rechteckig erscheinen. Nur diese Zellen zeigen eine größere Teilungsaktivität. Alles, was von dieser Zone nach außen liegt, wird als Rinde bezeichnet. Alles nach innen liegende nennt man Holz.
Xyl: Nach innen schließt sich an das Kambium der Holzanteil des Sprosses an. Deutlich erkennt man die relativ großen Leitungsbahnen, in denen Wasser transprotiert wird.
MrkPar: Innen im Sproß sind relativ große, wenig differenzierte Zellen zu erkennen, das Markparenchym.
Querschnitt durch die Rinde Querschnitt durch die Rinde eines jungen Sprosses

In diesem Ausschnitt erkennt man nach außen (rechts) die einlagige Außenhaut (Epidermis) und darunter die ebenfalls einschichtige Hypodermis. Als dritte Zellschicht ist dann das Rindenparenchym zu erkennen. Epidermis und Hypodermis haben keine Zellzwischenräume und bilden sozusagen den Abschluß und Schutz nach draußen. Im Rindenparenchym finden sich zwischen den Zellen Zwischenräume (Interzellularen), durch die Luft frei zirkulieren kann. In den Zellen erkennt man grüne Körper. Das sind die Chloroplasten, mit denen die Pflanze aus Wasser und Kohlendioxid Zucker produzieren kann.
Wachsschicht auf Epidermis Diese Bild zeigt noch einmal einen Aussschnitt aus der Rinde und entspricht in etwa dem vorhergehenden Bild. Es finden sich wieder die Elemente Epidermis, Hypodermis und Rindenparenchym. Auf der Epidermis liegt eine Zone, die orange eingefärbt ist.

Dies ist eine aus Wachsen und vor allem dem Stoff Cutin bestehene Haut (Cutikula), die wasserabstoßend wirkt und verhindert, daß die Pflanze Wasser verliert. Der Nachweis der Cuticula ist im Lichtmikroskop nur durch das Anfärben mit spezifischen Farbstoffen möglich. Hier wurde mit Sudan III gefärbt, das Fette und fettähnliche Stoffe färbt.
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Die Sortenbeschreibungen und andere Texte zu Fuchsien sind ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Dahlien- Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft DDFGG sowie www.fuchsia-home.de.
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