Bernd Franzen am 17. Januar 2010
Da ich die ganze letzte Woche ausgefallen bin, war ich überglücklich, dass ich heute zum ersten Mal raus konnte. Wie der Zufall es wollte, bin ich eine eine Kameliensammlung geraten. Da meine GG dabei war, hatte ich auch jemand, die mit einem entfernten Blitz ein relativ dezentes Licht ins Bild bringen konnte, denn das verfügbare natürliche Licht war nicht sonderlich.

‘Anemonaeflora Alba’

Bei den zarten Blüten der weißen Kamelien ist es immer ein Glücksspiel, ob man eine einigermaßen makellose findet. Das ist mir bei ‘Cinnanmon Cindy’ nicht so ganz gelungen. Es ist aber trotzdem eine ganz schöne. Und wie das bei weißen Blüten fast immer ist. Hat man eine schöne gefunden, ist sie immer noch nicht richtig gut auf dem Chip gebannt. Da fotografiere ich lieber Blüten aus dem roten Spektrum, die sind dankbarer:

Ein namenloser Sämling. Aber trotzdem schön. Auch die folgende Blüte ist von einer namenlosen Kamelie.

Das war die einzige Blüte, die ich am Strauch gefunden habe. Hier hätte mich eine voll ausgebildete Blüte interessiert. Vielleicht komme ich die Tage ja noch mal vorbei und sehe mir das noch in “fertig” an.

Nicht mehr namenlos, sondern benamt sowie herrlich leuchtend und von schöner Fernwirkung ist ‘San Dimas’.

Bei der habe ich kein offizielles Namenschild gefunden, dafür einen kleines handgeschriebenes Etikett mit ‘Tricolor Flor’.
Kamelienblüten zu fotografieren finde ich übrigens immer noch schwer. Ich bemühe mich immer wieder darum und im botanischen Garten stehen ja auch genügend zum Üben rum, aber der Ausschuss ist recht groß. Na, mal sehen, was die Saison noch so bringt ,-)
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Jutta am 26. November 2009
‘Aunti Kit’ R. Holmes, 1997, GB, NKF 3647, AFS 3657
Da liegt “Frau” gemütlich auf der Couch, blättert gelangweilt in einem Fuchsienbuch……und ist plötzlich hellwach:
Aunti Kit, a prolific flowering cultivar, an excellent plant for use in hanging containers!
Da gabs nur eines: Haben muß!!!!

Es dauerte dann doch ein dreiviertel Jahr, ehe ich diese kleine Schönheit in Händen hielt. Vorsorglich wurde sie in den Kirschbaum gehängt, und was passierte? Die Blüten verloren alle Farbe und die Enttäuschung war groß. Brauch sie mehr Sonne? Im nächsten Jahr der Härtetest, entweder oder. Jetzt hing sie im Rosenbogen, ungeschützt der Sonne und der Witterung ausgesetzt und sie legte los. Der Aufbau war - ohne zu entspitzen – perfekt, hunderte der kleinen, festen, fast wächsernen roten Blüten leuchteten durch den Garten. In einer Saison war eine 30cm Ampel gefüllt. Wind, Regen, Gewitter, Sonne – kein Problem. Die Blüten blieben perfekt und unversehrt, ja sie leuchteten nach einem kräftigen Regenguß umso strahlender.
Eine prachtvolle Pflanze. Mit einem Nachteil: will man alle Fruchtknoten entfernen, brauch man Zeit. Am besten stellt man die Pflanze neben sich und plaudert ein Stündchen mit einer lieben Freundin, notfalls am Telefon und knipst dabei die Fruchtknoten ab…….
Könnte man so eine Pflanze noch verbessern? Vielleicht wenn man sie mit einem feuerroten Teufelchen schmückt, denn sie ist höllisch gut.

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Jutta am 17. November 2009
Dreiviertel des Jahres fristen sie ein mehr oder weniger beachtetes
Dasein auf vielen Fensterbänken. Gar zu unspektakulär ist ihr Aussehen
und Wuchs. Sind jedoch die Fuchsien, Dahlien und Kübelpflanzen
eingeräumt, der Garten trist und öde, stehen sie voller Blüten und Knospen.

weisse Schlumbergera / Weihnachtskatus
Weiß, pink, orange, rot, gelb hängen die Blüten wie Kolibris an den
Zweigen und bringen Farbe ins Novembergrau. Vorbei das Vorurteil von
Großmutterpflanzen, man kann sie herrlich modern dekorieren, sie passen
sich jedem Wohnstil an.

Schlumbergera truncata zählen zu den Blatt- und Gliederkateen und sind
im östlichen Brasilien beheimatet. Sie lieben die Morgen-und Abendsonne
und ein schattiges Plätzchen über Sommer im Freiland. Während der
Wachstumszeit verträgt Schlumbergera reichlich Wasser und monatliche
Düngergaben. Staunässe ist aber zu vermeiden, vor dem nächsten Gießen
läßt man die Erde gut abtrocknen. Ab Septemer hält man sie fast trocken
und kühl bis die neuen Blütenknospen erscheinen.

rote Schlumbergera
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Bernd Franzen am 16. September 2009
‘Botanischer Garten München’ Dürr 2005, D

Praktisch seit der Einführung dieser Sorte hat der ‘Botansiche Garten München’ einen festen Platz unter den Fuchsien in meinem Garten. Letzten Winter hat meine Pflanze in der ungeheizten Garage nach Frosteinbruch leider nicht überlebt, aber im Frühjahr war schnell Ersatz beschafft. Eigentlich hat mich das Auswintern überrascht, denn in den Vorjahren war diese Fuchsiensorte bei der Überwinterung völlig problemlos. Aber was war im letzten Winter eigentlich schon regelgemäß?
Bei mir setzt allerdings die Blüte nicht besonders früh ein. Kalt überwintert kommen die ersten Blüten ab Ende Juni. Einmal aber in Blüte gekommen geht es den Sommer über recht regelmäßig weiter. Jetzt im September ist die Pflanze fast unschlagbar und hat ihr Jahreshoch.
Etwas geschützt aufgestellt, Prallsonne wird nicht geschätzt, macht ‘Botanischer Garten München’ schöne Büsche.
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Bernd Franzen am 10. September 2009
‘Straat Napier’ de Boer 1997, NL
(’Rose of Castille’ x ‘Lady Boothby’) x ‘Whiteknight`s Amethyst’

‘Straat Napier’ ist eine Fuchsienzüchtung des Niederländers de Boer und wie viele seiner Züchtungen ist es eine sehr gefällige kleinblütige Auslese. Wenn die Sorte nicht zu sonnig steht, wird sie sehr schön.
Sie gilt als bedingt winterhart. Eine Aussage, die im Hinblick auf die Eltern etwas fragwürdig ist. ‘Lady Boothby’ ist tatsächlich ziemlich hart, die anderen Elternteile allerdings nicht. Was zählt ist die Praxis. Bei mir im milden Köln ist sie im Freiland jedenfalls ausgewintert. Trotzdem, es kann ein Versuch wert sein.
Die Blüte ist leider nicht überreich, dafür sehr edel und für Hinschauer mit Faible für das kleine, feine ist ‘Straat Napier’ eine Empfehlung.
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Bernd Franzen am 29. August 2009
‘Balze Away’ Sinton 1995, GB
‘Pink La Campanella’ x ‘Dancing Flame’

Bei der Suche nach einer schönen roten Fuchsie bin ich über dieses Bild von ‘Blaze Away’ gestolpert. Das Bild ist von 2003, also nicht gerade tagesfrisch. Ein Hänger mit reicher Blüte dessen Einführungsjahr auf Find That Fuchsia mit 1999 angegeben wird. Die Fuchsiengalerie datiert auf 1995. Auf dem Kontinent – aus Sicht der Briten – ist diese Sorte offensichtlich nicht mehr im Angebot. Jedenfalls kennt der Fuchsienfinder der Fuchsiengalerie keine Bezugsquelle. Seinerzeit hatte ich ‘Blaze Away’ aus der Fuchsiengärtnerei Heinke erhalten, die leider nicht mehr existiert.
Nach meinen Aufzeichnungen war ‘Blaze Away’ eine ausgesprochen reichblütige und wüchsige Fuchsie, die aber nicht über den Winter gekommen ist. Trotzdem stelle ich die Pflanze vor, denn die Kreuzungseltern sind hoch interessant. In der Fuchsienliste von Jo Heltzel wird ‘Pink La Campanella’ über zwanzig mal als Samenpflanze von Kreuzungen genannt und ‘Dancing Flame’ war ca. 70 mal Pollenspender für benannte Sorten bei denen die Eltern bekannt sind. Also bewährte Elternsorten, wobei ‘Dancing Flame’ auch Elternpflanze von ‘Rohees Lesath’ ist.
Wenn Fuchsien aus dem Sortiment verschwinden, dann hat das nicht immer rationale Gründe. Es gibt einfach zu viele Sorten. Da entscheidet oft der Zufall mit, was Bestand hat und was nicht. Diese Kreuzung ist jedenfalls wiederholbar, da die Elternsorten weiterhin im Sortiment sind. Vielleicht liest noch mal jemand eine Sorte mit ähnlicher Färbung aus, der ein längeres Verweilen im Sortiment vergönnt ist. Die Blüten sind jedenfalls beeindruckend.
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Bernd Franzen am 28. August 2009
‘Rohees Lesath’, Roes & Heesakkers 2000, NL
[{'Vobeglo' x ('Foline' x 'Dancing Flame')} x 'Bon Accord'] x ‘Rohees Heza’

Puhh … wenn man sich die Abstammung von ‘Rohees Lesath’ ansieht, könnte man schon fast andächtig werden. Stammbäume werden auf diesem Blog in Zukunft sicher noch eine größere Rolle spielen.
Von einer Sorte in der Ahnenreihe habe ich auf diesem Blog schon ein Bild geliefert, ‘Bon Accord’, die eine oder andere Sorte wird sicher noch folgen. Aber von eben jener ‘Bon Accord’ stammt die aufrechte Präsentation der Blüten.
‘Rohees Lesath’ hat in diesem Jahr ihren Blütenhöhepunkt relativ früh gehabt und war schon am jungen Steckling völlig von Blüten bedeckt. Jetzt, Ende August rüstet sich diese Sorte zu einem zweiten Blütenhöhepunkt, war aber die ganze Saison nie blütenlos. Diese Sorten sieht man noch entschieden zu selten!
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Bernd Franzen am 27. August 2009
‘Waldis Isabel’ Dietrich 2001, D
Ich kann nicht leugnen, dass ich eine gewisse Schwäche für die Sorten der Züchterin Dietrich habe, siehe auch die kürzlich gepostete ‘Waldis Sofie’. In aller Regel kennt man von diese Sorten zwar nicht die Abstammung, aber sie sind weit überwiegend gut ausgesuchte und alltagstaugliche Fuchsien.
Bei ‘Waldis Isabel’ kommt neben der Alltagstauglichkeit noch mehr hinzu. Sie leuchtet geradezu durch den Garten. Die roten Markierungen erhalten durch den weissen Untergrund eine Kraft, die verblüffen kann. Wie der überwiegende Bestand in diesem Jahr ist es ein diesjähriger Steckling. Die Praxiserprobung der Überwinterung steht noch aus. Bis jetzt zeigt sich die Pflanze aber robust und unproblematisch.
Die Blüten stehen übrigens leicht ab und stehen so meist etwas über dem Laub. Sie verstecken sich so nicht im Grün der Pflanze, was die Wirkung noch verstärkt. Die extrem Fernwirkung wie bei den sehr stark aufstehenden Blüten wie bei ‘Bon Accord’ wird trotzdem nicht erreicht. Bei ‘Waldis Isabel’ herrscht trotz der Himbeerfarbe (hier im Rheinland würde man Klümpchenfarbe; Klümpchen = Bonbon) immer noch eine gewisse Zurückhaltung vor, was dem Gesamteindruck sehr zugute kommt.
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